SAFF®-Technologie startet weltweit führenden Feldversuch zur PFAS-Entfernung
aus Abwasser
SYDNEY, May 11, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Die SAFF®-Technologie (Surface-Active
Foam Fractionation) des australischen Unternehmens EPOC Enviro hat nach
überzeugenden Ergebnissen aus Pilotstudien in Abwässern nun in einer
australischen Kläranlage mit einem umfassenden Feldversuch zur Sanierung von
PFAS begonnen.
Die Pilotstudien zeigten eine außergewöhnlich hohe Eliminationsleistung sowohl
in der Flüssig- als auch in der Feststoffphase des Abwassers. Die Ergebnisse –
eine Entfernung von über 97 % der Σ-PFAS (30) sowie ≥99 % der C6-Verbindungen
in der Flüssigphase und über 80 % der Σ-PFAS (30) in der Feststoffphase –
gelten als weltweit bedeutend und untermauern die Entscheidung, SAFF® in die
vollständige Evaluierungsphase zu überführen.
Der nun bereits seit drei Monaten an einem vertraulichen Standort laufende
Feldversuch untersucht, inwieweit die SAFF®-Technologie unter realen
Bedingungen eine zuverlässige und skalierbare PFAS-Entfernung gewährleistet.
Dabei werden PFAS an mehreren Entnahmestellen in der Kläranlage (STP) aus dem
System entfernt, um die Datenbasis weiter zu verbessern.
Die bahnbrechende SAFF®-Technologie schließt eine wichtige globale Lücke im
Bereich der PFAS-Entfernung in Kläranlagen.
Sie adressiert damit ein aktuelles Problemfeld, in dem Schadstoffe bislang
häufig unbehandelt durch Kläranlagen gelangen und anschließend in angrenzende
Gewässer eingeleitet oder über mit Klärschlamm angereicherte Düngemittel auf
landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden.
Laut ersten Ergebnissen des Feldversuchs übertrifft SAFF® die australischen
NEPM 3.0-Vorgaben zur PFAS-Entfernung deutlich. Die Ergebnisse sollen in den
kommenden Monaten veröffentlicht werden.
Im Anschluss an diesen Feldversuch beginnen EPOC Enviro und seine
Vertriebspartner nun mit weiteren umfassenden Kläranlagenprojekten in den USA
sowie in Europa.
Peter Murphy, Managing Director von EPOC Enviro, erklärte: „Die Entfernung von
PFAS aus dem Abwasser gilt seit langem als kaum lösbares Problem in der
Abwasseraufbereitung. Der allgemeine Konsens war, dass PFAS nicht mehr
effizient entfernt werden können, sobald sie in die Kläranlage gelangen, oder
dass dies zu teuer ist. Unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass dieser Prozess
deutlich effizienter und kostengünstiger möglich ist.“
„Schätzungen zufolge werden weltweit täglich rund 400 Milliarden Liter
aufbereitetes Abwasser mit PFAS sowie 100.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm
in die Umwelt zurückgeführt. Es handelt sich um ein Problem von enormem Ausmaß,
dem wir uns konsequent widmen.“
„Dieser Erfolg bei der PFAS-Sanierung stellt einen bedeutenden Fortschritt für
Versorgungsunternehmen dar, die nach praktischen, kosteneffizienten und
skalierbaren Lösungen zur Entfernung von PFAS suchen – insbesondere vor dem
Hintergrund verschärfter regulatorischer Anforderungen und einer zunehmenden
branchenweiten Überwachung“, betonte er.
„Der hohe Feststoffgehalt im Abwasser stellt eine erhebliche technische
Herausforderung dar, die die PFAS-Sanierung in der Vergangenheit immer wieder
erschwert hat. Nach fast einem Jahrzehnt Forschung und Entwicklung sind wir
stolz darauf, mit der robusten SAFF®-Technologie diese Hürde nun nachhaltig
überwunden zu haben – ohne dabei die Umwelt zu belasten.“
„Unsere bisherigen Ergebnisse bei der Entfernung sind erst der Anfang. Wir
sind zuversichtlich, dass weitere technische Verbesserungen die
Sanierungsleistung weiter steigern und gleichzeitig die sichere
Wiederverwendung von Klärschlamm fördern werden.“
„Kläranlagen wurden ursprünglich nicht für die Entfernung von PFAS entwickelt
und gelten heute als zentrale Eintragspfade dieser Stoffe in die Umwelt, wobei
die Moleküle nach ihrer Freisetzung stark verdünnt und mobil werden. Aufgrund
ihrer Rolle als Knotenpunkte der Abwasserbehandlung sind sie jedoch ideal als
Endpunkt positioniert, an dem PFAS entfernt werden können, bevor sie in Flüsse,
Böden oder landwirtschaftliche Flächen gelangen.“
Die einsatzbereite SAFF®-PFAS-Sanierungstechnologie bei der Ankunft in einer
nicht namentlich genannten Kläranlage.
Die Entfernung von PFAS aus Abwasser ist die jüngste erfolgreiche Anwendung
der SAFF®-Technologie. Seit ihrer Einführung im Jahr 2018 hat die patentierte
Technologie an mehr als 60 Standorten auf vier Kontinenten über 1,8 Milliarden
Liter PFAS-belastetes Wasser behandelt – darunter Deponiesickerwasser,
Industrieabwasser, Rücklaufwasser aus der Umkehrosmose (Konzentrat) sowie
Grundwasser.
Die nachhaltige SAFF®-Technologie nutzt die hydrophilen und hydrophoben
Eigenschaften von PFAS-Molekülen, wodurch sich diese an aufsteigende Luftblasen
anlagern. Nachdem sie an die Oberfläche gelangt sind, sammeln sich die
PFAS-Schadstoffe in einer Schaumschicht, die anschließend entfernt und weiter
konzentriert wird.
Medienanfragen: Michelle Mahon, Communications Manager – EPOC Enviro.
E-Mail: mmahon@opecsystems.com Tel.: +61 418 690 717
Weitere Informationen über SAFF®: https://epocenviro.com/applications/sewage/
WER IST EPOC ENVIRO? Schutz und Verbesserung der Umwelt
EPOC Enviro ist ein preisgekröntes Umwelttechnik-Unternehmen. Die Abkürzung
EPOC steht für „Emerging Pollutants of Concern“.
Die Mission des Unternehmens ist die Entwicklung und Umsetzung intelligenter,
praxisorientierter technischer Lösungen auf globaler Ebene zur dauerhaften
Entfernung von PFAS sowie weiteren neu auftretenden Schadstoffen aus der
Umwelt.
Bei EPOC Enviro werden die Prinzipien von intelligentem Design, nachhaltiger
Technik und grüner Chemie konsequent in der täglichen Arbeit umgesetzt.
WAS IST PFAS?
PFAS sind eine Gruppe synthetischer Chemikalien, die weltweit häufig
eingesetzt werden, um Produkte hitze-, öl-, flecken-, fett- und wasserbeständig
zu machen.
Diese Verbindungen bauen sich in der Umwelt nur sehr langsam ab und werden
daher auch als „emerging contaminants“ bezeichnet. Aufgrund ihrer langen
Halbwertszeit, ihrer Fähigkeit zur Bioakkumulation sowie möglicher toxischer
Wirkungen stehen PFAS zunehmend im Fokus von Umwelt- und Gesundheitsbedenken.
Fotos zu dieser Ankündigung finden Sie unter:
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