Neue Daten belegen medizinischen und gesundheitsökonomischen Nutzen von
digitaler Schlafapnoe‑Früherkennung Analyse zeigt erheblichen Patientennutzen
und deutliches Einsparpotenzial durch frühzeitiges digitales Screening auf
obstruktive Schlafapnoe (OSA) Digitale, Smartphone ‑ basierte Lösungen
ermöglichen systematisches, niedrigschwelliges Screening Mehr als 20 Prozent
der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland sind von einer
behandlungsbedürftigen Schlafapnoe betroffen
Potsdam, 24. Februar 2026 – Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist eine weit
verbreitete, chronische Erkrankung, die häufig lange unerkannt bleibt und
schwere Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes verursachen kann.
Schlafapnoe sind Atempausen von bis zu einer Minute, in denen der Körper
weniger Sauerstoff bekommt. Diese Pausen treten bis zu mehrere hundert Mal pro
Nacht auf und können erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Das
Risiko für Schlaganfälle ist um das Doppelte, das Risiko für Herzinfarkte um
das Vierfache erhöht. Dies kann zu gravierenden gesundheitlichen Folgen und
erheblichen Kosten für das Gesundheitssystem führen. Studien zufolge sind mehr
als 20% der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland von einer
behandlungsbedürftigen Schlafapnoe betroffen. i
Neue gesundheitsökonomische Daten zeigen nun, dass ein systematisches,
niedrigschwelliges Screening nicht nur die Lebensqualität und medizinische
Prognose von Patientinnen und Patienten deutlich verbessern, sondern auch das
Gesundheitssystem nachhaltig entlasten kann. So können z.B. unnötige
diagnostische Maßnahmen reduziert, behandlungsbedürftige Betroffene frühzeitig
identifiziert und kostenintensive Folgeerkrankungen verhindert werden.
Die Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Studie, die auf dem europäischen
Kongress der International Society for Pharmacoeconomics and Outcomes Research
(ISPOR) vorgestellt und inzwischen in der Fachzeitschrift Value in Health ii
veröffentlicht wurde. Forschende der Universität Duisburg‑Essen und der
Technischen Universität München analysierten mithilfe eines
gesundheitsökonomischen Markov-Modells auf Grundlage von Daten aus großen,
peer-reviewten klinischen Studien und Gesundheitsdatenbanken die Auswirkungen
eines frühzeitigen OSA‑Screenings aus Perspektive der gesetzlichen
Krankenversicherung in Deutschland.
Die Studie, die auf klinischen Daten aus Deutschland basiert, zeigt, dass ein
strukturiertes Screening mit einer als Medizinprodukt zugelassenen
Smartphone-App gesundheitsökonomisch bedeutsam ist: Über einen
Zehnjahreszeitraum können so die direkten Gesundheitskosten pro Patient um bis
zu 18 Prozent gesenkt werden, während gleichzeitig die gesundheitsbezogene
Lebensqualität (QALYs) um bis zu 20 Prozent zunehmen würde. Auch klinisch
relevante Ereignisse wie Herzinfarkte, Schlaganfälle und Verkehrsunfälle können
durch ein frühzeitiges OSA Screening deutlich reduziert werden.
Digitales Screening schafft klinischen und ökonomischen Mehrwert
Die ISPOR-Studie verdeutlicht, dass ein strukturiertes, digitales Screening
auf obstruktive Schlafapnoe erhebliche medizinische und gesundheitsökonomische
Vorteile bietet. Durch den Einsatz einer als Medizinprodukt zugelassenen App,
die auf gängigen Smartphones verfügbar ist, lassen sich gezielt jene Personen
identifizieren, bei denen ein klinisch relevanter Verdacht auf Schlafapnoe
besteht. Bei diesen Betroffenen kann anschließend eine weiterführende
fachärztliche Abklärung erfolgen. Angesichts langer Wartezeiten in
Schlaflaboren, eines zunehmenden Fachärztemangels sowie der steigenden
Prävalenz der Erkrankung leistet ein digitales Screening einen wichtigen
Beitrag zur effizienteren Steuerung diagnostischer Ressourcen und zur
Optimierung der Patientenversorgung im Gesundheitssystem.
„Die positiven Effekte eines Screenings entstehen auf mehreren Ebenen“,
erläutert Erstautor Dr. Marcel Braun, Medizinökonom am Lehrstuhl für Schlaf-
und Telemedizin der Universität Duisburg-Essen. „Langfristig lassen sich
kostenintensive chronische Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes
reduzieren. Gleichzeitig kann das Gesundheitssystem bereits kurzfristig
entlastet werden, weil knappe diagnostische Ressourcen gezielter eingesetzt
werden können und Patienten früher eine definitive Diagnose erhalten.“
Digitale Screening‑Lösungen senken Zugangshürden
Eine zentrale Voraussetzung für ein breites Screening ist der einfache Zugang.
Digitale, Smartphone‑basierte Lösungen bieten hier entscheidende Vorteile, da
sie ohne zusätzliche Hardware auskommen und sich niedrigschwellig in den Alltag
integrieren lassen.
„Besonders hoch ist die Akzeptanz, wenn das Screening ohne körpernahe Sensoren
erfolgt und einfach anzuwenden ist“, sagt Dr. Christoph Janott, Co‑Autor der
Studie und Leiter der Forschung zur akustischen Biosignalverarbeitung beim
Potsdamer Digital‑Health‑Unternehmen Diametos.
Mit der App Snorefox steht inzwischen eine als Medizinprodukt zertifizierte
Lösung zur Verfügung, deren Leistungsfähigkeit in klinischen Studien belegt
wurde. Mehrere gesetzliche Krankenkassen übernehmen bereits die Kosten für die
Nutzung.
Relevanz für Krankenkassen und Versorgungssystem
Die Studienergebnisse belegen, dass ein digitales Schlafapnoe‑Screening sowohl
aus medizinischer als auch aus gesundheitsökonomischer Sicht sinnvoll sein
kann. Insbesondere vor dem Hintergrund begrenzter diagnostischer Kapazitäten
und steigender Prävalenz chronischer Erkrankungen eröffnet ein frühzeitiges
Screening neue Möglichkeiten, Versorgung effizienter, nachhaltiger und
kostengünstiger zu gestalten.
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Über Diametos
Diametos ist ein in Deutschland ansässiges Digital‑Health‑Unternehmen, das
medizinische Softwarelösungen zur Ursachenanalyse von Schnarchen und zur
Risikobewertung der obstruktiven Schlafapnoe entwickelt. Ziel des Unternehmens
ist es, durch evidenzbasierte, digitale Ansätze die Versorgung schlafbezogener
Atemstörungen effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten.
Das führende Produkt des Unternehmens, die App Snorefox , ist die bisher
einzige als Medizinprodukt zertifizierte digitale Lösung auf dem Markt, deren
Leistungsfähigkeit in klinischen Studien belegt werden konnte.
Kontakt
Dr. Christoph Janott, CEO
Diametos GmbH
Opolestr. 2 14469
Potsdam
T: +49 (0) 331 2318907030
Medienanfragen
akampion
Ines-Regina Buth
Managing Partner
info@akampion.com
Tel. +49 30 23 63 27 68
i Fietze I, Laharnar N, Obst A, et al. Prevalence and association analysis of
obstructive sleep apnea with gender and age differences – Results of SHIP‐.
Trend. J Sleep Res. 2018;e12770. https://doi.org/10.1111/jsr.12770
ii Braun M et. al., Cost-effectiveness of smartphone-based screening for
obstructive sleep apnea: A Markov model analysis from the German statutory
health insurance perspective. Value in Health. 2025;28(12):S156–S157.