Millionen Schülerinnen und Schüler beenden diesen Sommer die Schule – und
viele wissen noch nicht, wie es weitergeht
Während der Druck auf Jugendliche wächst, den nächsten Schritt zu planen,
entscheiden sich immer mehr für internationale Erfahrungen – um Orientierung,
Selbstvertrauen und praxisnahe Kompetenzen zu gewinnen.
Düsseldorf, 8. Juni 2026 – Millionen junger Menschen in ganz Europa schließen
derzeit ihre Abschlussprüfungen ab und stehen vor einer der größten
Entscheidungen ihres Lebens: Was kommt danach?
Der Übergang von der Schule ins Erwachsenenleben bringt für viele Jugendliche
enormen Druck mit sich. Ob das Studium an Universität oder Hochschule, die
Berufsausbildung oder der direkte Einstieg in die Arbeitswelt – oft wird von
jungen Menschen erwartet, dass sie richtungsweisende Entscheidungen treffen,
während sie selbst noch dabei sind, herauszufinden, wer sie sind und was sie
vom Leben wollen.
Eine wachsende Zahl von Schulabgängerinnen und Schulabgängern wählt deshalb
einen anderen Weg: ein strukturiertes Gap Year im Ausland – bevor der nächste
große Schritt beginnt.
Ein Gap Year ist längst kein „Pausenjahr' mehr. Es wird heute als Chance
begriffen, wertvolle Lebenserfahrung zu sammeln, Sprachkenntnisse zu vertiefen,
berufliche Interessen zu erkunden und das nötige Selbstvertrauen aufzubauen, um
Entscheidungen für die eigene Zukunft treffen zu können.
„Junge Menschen stehen heute unter einem enormen Druck, ihren Lebensweg
bereits vorgezeichnet zu haben – bevor sie überhaupt die Gelegenheit hatten,
die Welt jenseits der Schule kennenzulernen“, sagt Linus Jonsson,
Programmdirektor Akademisches Sprachenjahr bei EF Language Abroad . „Zeit im
Ausland zu verbringen, eine Sprache zu lernen und in eine andere Kultur
einzutauchen, kann Jugendlichen helfen, sich selbst, ihre Interessen und all
die Möglichkeiten kennenzulernen, die ihnen offenstehen – bevor sie
weitreichende Entscheidungen für ihre Karriere und Zukunft treffen.“
Gap Year statt Karrieredruck: Eine Generation entschleunigt bewusst
Die Gesellschaft denkt um: Der Druck, nach der Schule sofort funktionieren zu
müssen, schwindet.
Laut OECD Education at a Glance 2025 beginnen 44 % der Studierenden in
OECD-Ländern, darunter auch Deutschland, ihr Hochschulstudium mindestens ein
Jahr nach Abschluss der Sekundarschule – ein deutliches Zeichen dafür, dass
alternative Wege zwischen Schule und Studium gesellschaftlich breite Akzeptanz
finden.
Auch die Forschung spricht eine klare Sprache: Laut einer Analyse des Centre
for the Promotion of Imports (CBI) gaben 60 % der Gap-Year-Teilnehmenden an,
dass ihre Erfahrung im Ausland ihnen geholfen hat zu entscheiden, was sie
studieren möchten. 66 % berichteten, mit deutlich mehr Motivation ins Studium
gestartet zu sein.
Was früher als Zögern galt, wird heute als Stärke verstanden: Immer mehr junge
Menschen erkennen, dass Zeit für sich selbst keine verlorene Zeit ist – sondern
eine der wertvollsten Investitionen, die sie treffen können.
Lernen, das über klassischen Unterricht hinausgeht
Das Gap Year von heute ist weit mehr als ein Jahr zum Reisen und hat sich neu
erfunden: Wo früher der Rucksack dominierte, verknüpfen zeitgemäße Programme
Sprachkurse mit Praktika, Ehrenamt, Studiumsvorbereitung und interkultureller
Erfahrung zu einem ganzheitlichen Paket.
Diese Erfahrungen helfen jungen Menschen, Kompetenzen zu entwickeln, die auf
dem heutigen Arbeitsmarkt besonders gefragt sind: Anpassungsfähigkeit,
Resilienz, Kommunikationsstärke, Problemlösungsvermögen und interkulturelles
Bewusstsein.
In einer zunehmend globalisierten Arbeitswelt können internationale
Erfahrungen und solide Sprachkenntnisse außerdem den entscheidenden Vorteil
bieten – bei der Bewerbung für Studienprogramme ebenso wie für den
Berufseinstieg.
Ehemalige Teilnehmende berichten immer wieder von denselben
Schlüsselerlebnissen: gestiegenes Selbstbewusstsein, mehr Eigenständigkeit und
eine klarere Vorstellung davon, wohin ihr Weg führen soll.
„Ich war 2023 drei Wochen in New York – und es hat mir so gut gefallen, dass
ich mir dachte: Warum nicht nochmal, aber diesmal länger? Also habe ich ein
Auslandsjahr nach dem Schulabschluss gemacht. Und ich sage wirklich: Es war
eine der besten Zeiten meines Lebens', erzählt Jolina K., die nach ihrem
Schulabschluss in San Diego und Honolulu war. „Ich habe mich auf eine ganz neue
Art kennengelernt – einfach dadurch, dass ich rausgegangen bin in die Welt.
Jede Person, die ich getroffen habe, hat mir einen neuen Blick auf die Welt
ermöglicht. Das fand ich unglaublich spannend und bereichernd. Ich dachte
immer, das klingt übertrieben – aber es stimmt.“
Es gibt nicht den einen richtigen Weg
Während die Prüfungszeit endet und Jugendliche in ganz Europa beginnen,
Entscheidungen über ihre Zukunft zu treffen, wächst unter Bildungsexperten die
Überzeugung: Erfolg misst sich nicht daran, wie schnell jemand von einem
Lebensabschnitt zum nächsten wechselt.
Für manche ist der direkte Einstieg ins Studium, die Ausbildung oder den Beruf
genau richtig. Für andere kann ein Jahr voller Erfahrungen, neuer Fähigkeiten
und globaler Perspektiven das stärkere Fundament für alles sein, was danach
kommt.
„Das Wichtigste ist nicht, den schnellsten Weg zu wählen', betont Jonsson .
„Es geht darum, den Weg zu wählen, der jungen Menschen das Selbstvertrauen, die
Kompetenzen und die Perspektive gibt, die sie brauchen, um ihre Zukunft
wirklich zu gestalten.'
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Hinweise für Redakteure
Quellen: OECD, Education at a Glance 2025: In den OECD-Ländern beginnen 44 %
der Schüler ihre Hochschulausbildung frühestens ein Jahr nach Abschluss der
Sekundarstufe. Centre for the Promotion of Imports (CBI), Marktanalyse zum
Gap-Year-Tourismus: 60 % der Teilnehmer gaben an, dass ein Gap Year ihnen bei
der Studienwahl geholfen habe, während 66 % angaben, zu Beginn ihres Studiums
motivierter gewesen zu sein.
Über EF Sprachreisen
EF Sprachreisen bietet Menschen jeden Alters die Möglichkeit, ihre
Sprachkenntnisse vor Ort an einer von weltweit 50 EF Sprachschulen zu
verbessern und gleichzeitig für Zeiträume von zwei Wochen bis zu einem Jahr in
eine neue Kultur einzutauchen.
Über EF
EF (Education First) wurde 1965 gegründet und ist ein globales Netzwerk von
Bildungsunternehmen mit dem gemeinsamen Ziel durch Bildung neue Horizonte
eröffnen. EF bietet Sprachkurse, Kulturaustausch, Schul- und
Hochschulabschlüsse sowie Bildungsreisen. Mit einer Präsenz in über 100 Ländern
und mehr als 50.000 Mitarbeitenden hat EF weltweit Millionen Menschen beim
Sprachenlernen und dem Erleben anderer Kulturen begleitet.
In Deutschland ist EF seit 1969 aktiv, mit Hauptsitz in Düsseldorf.
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