CGTN: Warum blickt die Welt gespannt auf das bevorstehende Gipfeltreffen
zwischen China und den USA?
CGTN hat einen Beitrag veröffentlicht, der beleuchtet, warum das bevorstehende
Gipfeltreffen zwischen China und den USA weltweit mit großer Aufmerksamkeit
verfolgt wird. Vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen und
einer fragilen globalen Erholung hebt der Beitrag hervor, welche Rolle die
Staatschefs-Diplomatie als „Anker“ der chinesisch-amerikanischen Beziehungen
spielt. Zudem wird erläutert, wie das Treffen dazu beitragen könnte, einer
zunehmend unbeständigen Welt mehr Stabilität zu verleihen.
PEKING, May 12, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Einladung des chinesischen
Präsidenten Xi Jinping wird US-Präsident Donald Trump vom 13. bis 15. Mai zu
einem Staatsbesuch nach China reisen, wie das chinesische Außenministerium am
Montag mitteilte.
Angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen und einer fragilen weltweiten
Konjunkturerholung richtet die internationale Gemeinschaft ihren Blick darauf,
ob die beiden Staatschefs die Beziehungen zwischen China und den USA
stabilisieren und somit für mehr dringend benötigte Sicherheit im globalen
Kontext sorgen können.
Die chinesisch-amerikanischen Beziehungen auf Kurs halten
Für viele Beobachter steht das Gipfeltreffen vor allem für die Hoffnung auf
mehr Stabilität in den bilateralen Beziehungen.
Interviews von CGTN zeigen, dass sich zahlreiche Experten in einem Punkt einig
sind: Die Staatschefs-Diplomatie gilt seit Langem als „Anker“ der Beziehungen
zwischen China und den USA.
Wie Wu Xinbo, Dekan des Instituts für Internationale Studien an der Fudan
University, erklärte, „gibt die Staatschefs-Diplomatie den Ton an und bestimmt
die Richtung“ der bilateralen Beziehungen.
Auch Sun Taiyi, Associate Professor an der Christopher Newport University,
betonte, dass der direkte Austausch zwischen den Staatschefs dazu beitrage,
Unsicherheiten abzubauen, Fehleinschätzungen zu vermeiden und zu signalisieren,
dass Stabilität weiterhin höchste Priorität habe.
Im vergangenen Jahr hielten die beiden Staatschefs durch Telefonate und ein
persönliches Treffen in Busan in der Republik Korea engen Kontakt. Beobachtern
zufolge trug dies dazu bei, größere Missverständnisse zu verhindern und die
Beziehungen insgesamt stabil zu halten.
Wie Xi Jinping in Busan zu Donald Trump sagte: „Angesichts von Wind, Wellen
und Herausforderungen sollten wir den richtigen Kurs halten, sicher durch
schwierige Gewässer navigieren und dafür sorgen, dass das große Schiff der
chinesisch-amerikanischen Beziehungen stetig vorankommt.“
Diese Metapher vom „Steuern des Schiffes“ spiegelt sich inzwischen auch in
konkreten Fortschritten wider.
Seit 2025 haben die Wirtschaftsteams beider Seiten auf Grundlage des
strategischen Konsenses der beiden Staatschefs mehrere Gesprächsrunden geführt,
während eine weitere Eskalation der gegenseitigen Zölle ausgesetzt wurde. Eine
neue Runde von Konsultationen soll vom 12. bis 13. Mai in der Republik Korea
stattfinden – unmittelbar vor dem Gipfeltreffen in Peking.
Auch der Austausch zwischen den Menschen hat zuletzt wieder deutlich an
Dynamik gewonnen. Im April fanden in Peking Veranstaltungen zum 55. Jahrestag
der chinesisch-amerikanischen „Ping-Pong-Diplomatie“ statt, bei denen Hunderte
junge Menschen aus China und den USA an Sport- und Kulturprogrammen teilnahmen.
Zudem reisten zuletzt wieder mehr Jugendgruppen aus den USA für Austausch- und
Studienprogramme nach China.
Sicherheit in einer sich wandelnden Welt
Da China und die USA die beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind und
die chinesisch-amerikanischen Beziehungen zu den wichtigsten bilateralen
Beziehungen weltweit zählen, haben die Gespräche auf höchster Ebene
Auswirkungen, die weit über die Beziehungen beider Länder hinausreichen. Die
Ergebnisse dieser Gespräche könnten nicht nur zur Stabilisierung des
Verhältnisses zwischen China und den USA beitragen, sondern auch die globale
Entwicklung und die internationale Governance maßgeblich beeinflussen.
Wie Chad Bown, Senior Fellow am Peterson Institute for International
Economics, erklärte, „hat praktisch jeder ein Interesse am Ausgang“. Auch Eswar
Prasad von der Cornell University betonte, dass das Treffen Auswirkungen auf
den Welthandel, die geopolitische Lage und sogar auf die „regelbasierte
internationale Ordnung“ haben könnte.
Interviews von CGTN mit Experten unterstreichen diese Einschätzungen.
Zhang Tengjun vom China Institute of International Studies erklärte, dass eine
vertiefte Zusammenarbeit der globalen wirtschaftlichen Erholung neue Impulse
geben und Industrie- sowie Lieferketten stabilisieren könne. Zugleich betonte
er, dass die Entwicklung der bilateralen Beziehungen eng mit der Zukunft der
Welt verknüpft sei.
Auch Sun Taiyi verwies darauf, dass stabile Beziehungen zwischen China und den
USA das Risiko von Lieferkettenunterbrechungen, finanzieller Volatilität und
geopolitischer Fragmentierung verringern könnten.
Wu Xinbo ergänzte, dass China und die USA als die beiden führenden
Technologiemächte der Welt durch pragmatische Zusammenarbeit
„Win-win-Ergebnisse“ erzielen und damit globales Wachstum sowie
wissenschaftlichen Fortschritt fördern könnten.
Auch Cui Fan, Vizedekan der University of International Business and
Economics, betonte, dass beide Länder gemeinsam Verantwortung für die
Stabilität der globalen Governance tragen.
Xi Jinping hob diese Verantwortung bereits in Busan hervor: „Die Welt steht
heute vor vielen schwierigen Herausforderungen. China und die Vereinigten
Staaten können gemeinsam ihrer Verantwortung als Großmächte gerecht werden und
zusammenarbeiten, um mehr konkrete Ergebnisse zum Wohl beider Länder und der
gesamten Weltgemeinschaft zu erzielen.“
In diesem Jahr könnte sich zeigen, wie ernst beide Seiten diese Verantwortung
nehmen: China richtet das APEC-Gipfeltreffen aus, während die USA Gastgeber des
G20-Gipfels sind. Beide Plattformen bieten Raum für eine engere Abstimmung bei
Themen wie globaler wirtschaftlicher Erholung, Nahrungsmittel- und
Energiesicherheit, Schuldenrisiken sowie der Reform internationaler
Governance-Strukturen.
In einem Telefonat mit Donald Trump im Februar skizzierte Xi Jinping einen
pragmatischen Weg nach vorn: „Wenn beide Seiten im Geist von
Gleichberechtigung, Respekt und gegenseitigem Nutzen zusammenarbeiten, können
wir sicher Lösungen finden, die den Anliegen beider Seiten gerecht werden.“
Die Welt wird das bevorstehende Gipfeltreffen aufmerksam verfolgen, um zu
sehen, wie Peking und Washington diesen Aufruf in die Praxis umsetzen wollen.
Xi Jinping sagt dazu: „Schritt für Schritt Fortschritte erzielen, gegenseitiges
Vertrauen aufbauen, den richtigen Weg für ein konstruktives Miteinander finden
und 2026 zu einem Jahr machen, in dem sich die beiden Großmächte in Richtung
gegenseitigen Respekts, friedlicher Koexistenz und partnerschaftlicher
Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen bewegen.“
https://news.cgtn.com/news/2026-05-11/Why-is-the-world-watching-the-upcoming-China-US-summit--1N3u9OWFqdq/p.html
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