Ein italienisches verlustfreies supraleitendes Kabel für die Rechenzentren der
Zukunft
SURE ist ein Projekt, das aus der Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung
und Industrie hervorgegangen ist und darauf abzielt, eine italienische
Technologie zu entwickeln, mit der die Stromversorgung von Rechenzentren
effizienter und nachhaltiger gestaltet werden kann
ROM und GENUA, Italien, July 23, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Die Übertragung
großer Strommengen ohne Verluste und mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt.
Dies ist die Herausforderung, vor der das SURE -Projekt steht, das das
Fachwissen des Nationalen Instituts für Kernphysik (INFN) und von ASG
Superconductors bündelt, um ein Kabel aus Magnesiumdiborid (MgB₂) für
Rechenzentren der nächsten Generation zu entwickeln. Ziel ist es, eine der
zentralen Herausforderungen anzugehen, vor denen die KI-gesteuerte digitale
Infrastruktur steht: die Vereinbarkeit des steigenden Strombedarfs mit
Effizienz und Nachhaltigkeit.
SURE (SUperconducting – REliability & Efficiency) geht auf einen Vertrag
zwischen ASG Superconductors und dem INFN zurück, an dem das INFN-LASA-Labor in
Mailand, das das Projekt koordiniert, sowie die nationalen INFN-Laboratorien in
Frascati beteiligt sind. Die Initiative wird vom italienischen Ministerium für
Hochschulen und Forschung über den Italienischen Fonds für Angewandte
Wissenschaften (FISA) finanziert, verfügt über ein Gesamtbudget von 5,8
Millionen Euro und soll bis 2031 abgeschlossen sein. Das Projekt umfasst die
Planung, den Bau und die Installation einer supraleitenden Stromleitung für das
neue Rechenzentrum in den Nationalen Laboratorien des INFN in Frascati.
Das Herzstück des Systems bildet ein Kabel aus Magnesiumdiborid, einem
supraleitenden Material, das im Jahr 2001 entdeckt und von ASG auf der
Grundlage der im Rahmen des CERN-Programms „HiLumi-LHC“ gewonnenen Erkenntnisse
weiterentwickelt wurde. Im Gegensatz zu den in großen Teilchenbeschleunigern
verwendeten Supraleitern, die auf etwa 2 Kelvin gekühlt werden müssen, arbeitet
MgB₂ bei etwa 20 Kelvin (-253 °C), wodurch sich die Kühlkosten um mehr als das
Zehnfache reduzieren. Diese Temperatur lässt sich mithilfe von Kryosystemen mit
geschlossenem Kreislauf aufrechterhalten, die bereits in der Industrie zum
Einsatz kommen. Dank der Supraleitung kann elektrischer Strom nahezu
widerstandsfrei übertragen werden, wodurch die üblichen Energieverluste
entfallen und eine wesentlich höhere Leistungsübertragung bei gleicher Baugröße
ermöglicht wird.
Die MgB₂-Technologie, die von ASG Superconductors vollständig in Italien
entwickelt und hergestellt wird, kommt ohne Seltenerdelemente aus und eignet
sich dank der fehlenden Wärmeabgabe und der einfachen elektrischen Anschlüsse
besonders gut für Kabelanwendungen. Supraleitende Kabel können den Platzbedarf
im Vergleich zu herkömmlichen Technologien um das Zehnfache reduzieren, wodurch
die Infrastruktur optimiert und die langfristige wirtschaftliche und
ökologische Nachhaltigkeit verbessert wird. Ihre Kompaktheit eröffnet zudem
neue Möglichkeiten für Rechenzentren in städtischen Gebieten oder an Standorten
mit infrastrukturellen Einschränkungen.
Im Rahmen des SURE-Projekts werden ASG Superconductors und das INFN die
Konzeption, Herstellung und Installation eines 50 Meter langen Prototyps
leiten, der für eine Stromstärke von 1.500 A bei 400 V ausgelegt ist. Forscher
des LASA-Labors in Mailand und der nationalen INFN-Laboratorien in Frascati
werden die wissenschaftlichen Aktivitäten und die Systemintegration
koordinieren und so zur Entwicklung künftiger supraleitender Stromnetze für
großtechnische Anwendungen beitragen.
Luca Pezzoni
lpezzoni@hofima.it
+393389414437
Silvia Frigato Bonello
frigato.silvia@as-g.it
+390106489264
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